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Lübeck - Groningen

Fahrrad

Nach ein paar kürzeren Testfahrten mit meinem neuen Fahrrad, packe ich meine Satteltaschen und nutze mein Semesterticket aus Lübeck so weit ich komme: Neu-Wulmsdorf. Von dort gehts dann so richtig los, erstmal in die Heimat nach Bremervörde.

Noch zwei Nächte Schlaf, Batterien und Proviant bei Mutti füllen und es geht durchs Moor von Bremervörde nach Bremen. Ein Stück Niedersachsen skippe ich von da aus mit der Bahn bis nach Leer. In der Nähe bleibe ich bei Nicole, die ihren sehr schönen Garten bei 1nitetent eingetragen hat und im Sommer regelmäßig Trekkers unterbringt. Wie selbstverständlich lädt sie mich auch zu Abendessen und Frühstück ein und wir quatschen viel über die lokale Landwirtschaft. Ein guter Start!

Von Leer fahre ich bei Sonnenschein und Rückenwind nach Groningen. Dass ich die Niederländischen Grenze in Bad Nieuweschanz überquert habe, fällt mir erst an den viel besseren Radwegen (und komischen Straßenschildern) auf. Es geht lange Zeit entlang vieler Äcker und das Radwegnummerierungssystem verwirrt mich noch etwas. Ziemlich erledigt komme ich gegen frühen Abend an einem Campingplatz in Engelberts, einem Vorort von Groningen an. Hier bleibe ich erstmal 3 Nächte und erkunde die Gegend.

Der nächste Tag startet mit Espresso und Schokobrot. Danach radel ich mit leicht schmerzenden Knie nach Groningen rein. Die Radfahrmentalität macht schon sehr viel Spaß! Ich setze mich für ein paar Stunden zum Arbeiten in ein Café und schaue mir danach die Innenstadt an. Im Stadtpark entspanne ich etwas in der Sonne und nach einer shopping tour im Baumarkt (dazu später mehr) radel ich mit ein paar schlenkern wieder zurück. Die erste etwas längere Strecke hat doch ganz schön kraft gekostet...

Es ist Donnerstag, ich fühle mich fitter und Zelten macht auch noch Spaß. Ich probiere heute im Launch Café, einem großen, aber sehr schönem Coworkingspace, zu arbeiten. Die Leute sind nett und der uplink schnell genug um noch längst fällige Servermigrationen zu erledigen. Ich bin hin und her gerissen was ich noch in Groningen machen möchte, die super vielen jungen Menschen machen schon sehr viel Lust aufs feiern gehen, andererseits fühl ich mich dafür grade nicht selbstbewusst genug.

Da ich noch kein passendes Gestell für meinen Spiritusbrenner habe, kommt mir die Idee zum Maakplek (Makerspace), zu fahren. Jolien, die grade ein Bücherregal leimt, führt mich durch den riesigen Space. Neben einer Holz-, Metall-, Textil und Elektronikwerkstatt gibt es einen Lasercutter, 3D Drucker und eine riesige Lagerwand. Wir tauschen uns über die Hackerspaces aus und ich bohre noch ein paar Löcher für meinen Kocher. Note to myself: Chaotikum Sticker zuschicken wenn ich wieder zurück bin...

Die Begegnung tat richtig richtig gut und war genau das richtige was ich grade gebraucht habe. Zurück in Engelberts probiere ich meinen Kocher direkt aus und bin happy, es gibt Ingwer Tee! So richtig glücklich bin ich mit dem Campingplatz nicht geworden, zu teuer, zu groß, zu künstlich, kaum andere Zelte und doch weiter draußen von Groningen als gedacht. Naja, der nächste wird bestimmt besser, denn ich habe von Jolien noch den Tipp bekommen dass es sich lohnt nach Naturkaampen ausschau zu halten

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