yksflip

Groningen - Rotterdam

Wurde er auch! Etwa 60km südwestlich finde ich mich in Drents Friese Wold wieder. Ein schöner Wald mit Campingplatz. Der Weg dorthin hat mich an einem Kanal mit vielen Brücken geführt. Ein amüsantes Rennen lieferte ich mir mit einem Schiff und einem Brückenwärter, der aufm Mopped von Brücke zu Brücke fuhr um sie für das Schiff zu öffnen. Kurz vor dem Wald erwischt mich ein Gewitter, zu erst tut die Abkühlung noch gut, aber als es ich mein Zelt im Regen aufbaute, war das nicht mehr ganz so lustig

Meine Laune ist echt mittelmäßig, denn nicht nur hab ich im nassen Zelt gepennt, sondern auch mein Isomatte hat in der Nacht noch neue Löcher offenbart. Ein Schokocroissant am Morgen kann da ein bisschen abhilfe leisten. Ich fahre nur ein kurzes Stück denn es ist schon das nächste Gewitter angekündigt. Dieses mal komme ich aber rechtzeitig auf dem Campingplatz nahe dem Zwarte Meer an. Zeit zum lesen und reflektieren. Am nächsten morgen lasse ich erstmal alles in der Sonne trocken.

Entlang des LF-ZZ radel ich mit arschviel Gegenwind ein zwar hart erkämpftes, aber nur kurzes Stück richtung Westen. Dafür aber eine sehr schöne Strecke! In Nunspeet beschließe ich dass es nicht viel Sinn macht weiter zu radeln und gönne mir eine Nacht zur Erholung mit einem richtigen Bett. Mal so richitg ausgeschlafen und mit traumhaften Wetter fahre ich dann am Sonntag weiter bis nach Utrecht. Zunächst durch ein schönes Stückchen Wald und durch das hübsche Amersfoort.

Utrecht ist ne sehr spannende Stadt. Cool zu sehen wie eine Innenstadt mit nur sehr wenig Autos ("zero emission zone") wirkt. Stelle mir die Lübecker Altstadt ohne Straßenlärm und Fahrradwegen so groß wie Autostraßen vor . Auf der Suche nach ner offnenen Werkstatt um am Fahrrad zu werkeln, bin ich auf hahaho.nl gestoßen, die heute Abend ein offenes Meetup ihn ihrem sehr coolen Raum in De Bibliotheek Neude gegenüber von meinem Hostel hatten. Renè war super nett und sprudelt nur so von Ideen!

Rotterdam war ein verdammt krasses Kontrastprogramm! Das leben findet mindestens doppelt so schnell statt, überall Autos, viel Industrie und insgesamt irgendwie einfach dystopische Großstadt. Aber halt auch viele coole Menschen die tolle Sachen machen, wie ne offene Fahrradwerkstatt und die varia.zone, ein Kollektiv aus Kunst- und Hackerkultur interessierten Menschen. Dort bin ich auf einer Veranstaltung von der infraschool und bin danach absolut mit eindrücken gesättigt. Zeit für Camping ...